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19. Juni 2006

Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog – Wenn Goethe bloggen würde

Was wäre, wenn Goethe bloggen würde. Wären dann alle Blogs Literatur?
Mit dieser Frage könnte man bestimmt zahlreiche Kulturseiten deutscher Blätter quälen, die wiederum mit gigantischen Bleiwüsten ihre Leser quälen würden. Falls die das überhaupt lesen. Aber scheinbar wird immer noch gerne gelesen, ob Blogger dem Journalismus Konkurrenz machen, ja ihn in seinen Grundfesten erschüttern. Tun sie es? Tun sie es nicht?

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Weniger ist mehr

In den letzten Wochen hatte ich wenig Anstöße verspürt neue Texte zu Krisen zu schreiben. Das lag daran, dass ich einige Tage in Istanbul an einem Medienkongress teilnahm und zugleich verwundert und irritiert über diese Boomtown war.
Hätte man die wirtschaftliche Basis, die Voraussetzungen, die in Deutschland herrschen, was könnte man da alles in diesem Land der Gegensätze schaffen, erfährt man. Aber auch trotz Bürokratie, über die viel geschimpft wird, herrscht eine Dynamik, wie ich sie in Deutschalnd nicht einmal während der heißen Zeit des Neuen Marktes erlebt habe.

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28. Mai 2006

Siemens und Apple – wie sie ihre Welt sehen

Arbeiten in Konzernen kann blind machen. Vor all dem, was außerhalb dieser Konzernwelt vor sich geht. Im besten Fall beschäftigen sich solche Läden mit sich selbst, was zwar die Kunden wenig erfreut, aber die Außenwelt am wenigsten beschädigt. Zumindest, wenn man die Chance hat als Kunde auf Alternativen zuzugreifen, die weniger Konzern-zentrisch agieren.
Wie zwei aktuelle Beispiele bei Siemens und Apple zeigen, kann dieses Konzern-zentrische Denken und Handeln schnell zu Imageverlusten in der Öffentlichkeit führen. Kleine Anlässe, große Wirkung: Siemensianer schönten in Wikipedia die Bio ihres Chefs Klaus Kleinfeld und Apple ging juristisch gegen Websites vor, die angeblich Geschäftsgeheimnisse veröffentlichten und sorgte für eine kleine iCrisis.

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26. April 2006

Microsoft-PR mit geschlossenem Visier

Eigentlich wollte ich schon die E-Mail der Münchner Agentur Avantgarde wegklicken. Video-Chat als Lernmethode, so der Betreff, ist nicht gerade mein Thema und mit Krisen-PR hat das zunächst nichts zu tun. Doch dann las ich weiter, erfuhr, dass zwei Schulen in Athen und Velbert per Instant Messaging Sprachunterricht über lange Distanzen betreiben. Dann war zu lesen, dass PISA meint, dass der Computereinatz zu besseren Leistungen führt. mehrfach wurde erklärt, dass beim Chatten der MSN Messanger benutzt wird.
Allerdings wurde mir beim Lesen nie so ganz klar, auf was die Presseinformation, die in ihrer Form eine sehr journalistische Diktion anstrebte, hinauswill. Irritiert hat mich zusätzlich, dass kein Auftraggeber genannt wurde, aber das mehrfach genannte Produkt MSN Messenger gerade Teil einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Microsoft und der EU ist.

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18. April 2006

Krise der Kommunikation

Im PR-Blogger von Klaus Eck findet, angestoßen von Claudia Jordan, eine Diskussion um so genannte Buzz Words oder auf gut deutsch Schlagworte statt, die bedeutungsschwer daherkommen, aber weder Inhalte noch Werte transportieren (Sind wir nicht alle ein bisschen innovativ?).
Worthülsen, Schall und Rauch statt substanzielle Erklärungen durchziehen weite Teile der kommerziellen Kommunikation – oft mit der Wirkung, dass die Themen bei den Adressaten nicht mehr ankommen. Siehe beim PR-Blogger auch meinen Beitrag Worthülsen ohne Früchte.

17. April 2006

Die Revolution in der Krise

Wer nach Frankreich blickt und noch ein paar Brocken Marx aus den Zeiten von oder über '68 im Kopf hat, könnte jetzt zitieren "Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Revolution". Doch in Frankreich scheint nicht nur die Revolution in die Krise gekommen zu sein, sondern das Land selbst. Vielleicht ist deshalb eine Revolution notwendig, aber wohl eine andere als die, die geprobt wurde.

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16. April 2006

Ex-und-Hopp-Management oder der Ausverkauf der Werte

Liegt es am Trend einer neuen, beginnenden Spiritualität oder an der Osterbotschaft? Oder einfach am gesunden Menschenverstand? Die Ex-und-Hopp-Mentalität in der Wirtschaft – der Tanz ums Goldene Kalb des alleinig selig machenden Sharholder Value provoziert nachdenkliche Kommentare. Und vielleicht noch mehr.

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11. April 2006

Das Licht am Ende des Tunnels

Wer in einer bedrohlichen Krise betroffene Unternehmer oder Manager berät, stößt immer wieder auf ein Phänomen, das ich Blockade oder Tunnelblick nennen möchte. Sämtliche Gedanken, alles Handeln ist oft von einer Angst beeinflusst, die Krise nicht zu meistern - oder zumindest von der Frage bestimmt: was ist, wenn ich/wir es nicht packen? Eine Situation, die nicht nur lähmend ist, sondern auch Kraft und Zeit raubt, alle positiven Momente zu mobilisieren, um mental und damit auch real die Krise zu überwinden.

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06. April 2006

Vogelgrippe – viele Fragen wenig Antworten

Die Meldungen über den Ausbruch Vogelgrippe in einer Geflügelfarm überschlagen sich. Aus gleich mehreren Krisenstäben sind unterschiedliche Informationen und Szenarien zu hören. Bauern- und Züchterverbände warnen vor Panikmache. Doch der Verbraucher bleibt angesichts des Information Overload irritiert. Was bedeutet der Ausbruch für mich? Darauf gibt es kaum klare und verlässliche Antworten.

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04. April 2006

Fundsache zur Krisenkommunikation

Unter dem Titel "Weblogs und Krisenkommunikation" schreibt die Berliner Agentur Johanssen + Kretschmar in ihrem Monatsthema April 2006:
"Die Kommunikationsbranche hat Weblogs entweder als neue Wunderwaffe oder als überbewerteten Hype schnell in Schubladen abgelegt. Doch Weblogs sind mehr als ein nettes Online-Instrument. Weblogs können Krisen verursachen. Sie können Organisationen und Unternehmen ebenso wie Einzelpersonen mit wenigen Mausklicks in die kommunikative Defensive treiben. Damit rücken Weblogs in den Fokus der Krisenkommunikation."

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Mehr zum Thema Blogs und Krise auch unter: Klaus Ecks PR-Blogger